Entstehungsgeschichte

Seit 1999 entstand in den Deutschschweizer Städten ein regionales Solinetz nach dem andern. 20 Jahre später schlossen sich diese Vereine zusammen und gründeten 2020 – unmittelbar vor dem Corona-Lockdown – das nationale Netzwerk solinetze.ch!
In den 20 Jahren haben die regionalen Gruppen ganz eigene Profile entwickelt. Einige engagieren sich für Asylsuchende, vorläufig Aufgenommene, Sans-Papiers wie auch abgewiesene Asylsuchende, andere bloss für die letzteren. Einige bemühen sich vor allem um Deutschunterricht und die sogenannte Integration, andere für rechtliche, soziale und politische Arbeit. Einige sind von einer kirchlichen Basis getragen, andere weniger oder gar nicht. Gemeinsam ist uns die Freiwilligenarbeit und das Herzblut für die Menschenwürde aller, unabhängig von Herkunft, Religion oder Geschlecht. Uns alle beseelt der dringliche Wunsch, die Spielregeln hin zum Besseren zu verändern. Wichtig ist uns allen die Beziehungspflege – unter uns Betroffenen, aber auch mit anderen Organisationen, sowie mit den uns wohlgesinnten Journalist:innen und Behördenmitglieder. Sie erfordert gegenseitige Achtsamkeit und auch Respekt, auch bei Meinungsdifferenzen.

Wie wir arbeiten

  1. Solinetze.ch setzt sich für die Rechte, Chancen und Gleichstellung der zugezogenen MigrantInnen ohne oder bloss mit prekärem Aufenthaltsstatus ein.
  2. Solinetze.ch ist ein Ort des Austausches und der gegenseitigen Information über die verschiedenen kantonalen Praxen im Asyl- und Migrationsbereich.
  3. Solinetze.ch trägt das vielfältige Basiswissen zusammen und verwertet es politisch auf nationaler Ebene.
  4. Solinetze.ch beschliesst und plant gemeinsame Aktionen und Sensibilisierungskampagnen.
  5. Solinetze.ch fusst in der Freiwilligenarbeit. Die Freiwilligen achten auf eine respektvolle Interaktion auf Augenhöhe und integrieren die Fähigkeiten der Zugezogenen in gemeinsame Projekte.
  6. Die angeschlossenen Organisationen und Gruppen sind untereinander solidarisch.
  7. Solinetze.ch sucht die Zusammenarbeit mit anderen Migrations-, Friedens- und entwicklungspolitischen sowie ökologischen Bewegungen. Dabei sollen auch ökologische Ziele und Zurückhaltung beim Ressourcenverbrauch eine Rolle spielen.

Statuten (PDF)

Unsere Themen

Folgende Themen beschäftigen uns:
Nothilfe (Härtefallpraxis, Leben mit Langzeitnothilfe, Privatunterbringungen, etc.), Ländersituationen und jeweilige Schweizer Praxis (Eritrea, Äthiopien, Tibet, Sri Lanka, Afghanistan und weitere), Lehrabbrüche bei abgewiesenen Asylsuchenden, Sozialhilfeleistungen für AusländerInnen aus Drittstaaten, F-Status, Ungleichbehandlung S-Status/ F-Status, Situation an europäischen Aussengrenzen/ sichere Fluchtwege, private Sponsorship, Resettlement/humanitäre Visa, Dublin-System, Ausschaffungen, Bundesasylzentren, beschleunigtes Asylverfahren, unbegleitete minderjährige Asylsuchende, Kirchenasyl, genderspezifische Themen im Bereich Asyl und Migration.

Was wir tun

Wir setzen uns für die Rechte, Chancen und die Gleichstellung der zugezogenen, geflüchteten Menschen ohne oder bloss mit prekärem Aufenthaltsstatus ein. Durch den Zusammenschluss wird die nationale Vernetzung gestärkt. Gemeinsam setzen wir uns mit Öffentlichkeitsarbeit und Dialog für eine Migrationspolitik ein, die die Menschenrechte respektiert und umsetzt. Die einzelnen (lokalen) Trägerorganisationen leisten viel Unterstützungsarbeit für die Betroffenen des Asylsystems.

Trägerorganisationen

Aktionsgruppe Nothilfe Bern

Alle Menschen Biel

Droit de rester Neuchâtel

Europäisches BürgerInnen Forum

Jesuiten Flüchtlingsdienst Schweiz

Migrationscharta.ch

Offenes Scherli Bern

Riggi Asyl

Solidaritätsnetz Bern

Solidaritätsnetz Ostschweiz

Solidarité sans frontières

Solidarité Tattes Genève

Solinetz Basel

Solinetz Luzern

Solinetz Winterthur

Solinetz Zürich

Verein Miteinander Valzeina

Verein Netzwerk Asyl Aargau

Und weitere Organisationen

Melden Sie sich bei uns, wenn Sie sich unserem Zusammenschluss anschliessen möchten.